Programm
Bad Homburg braucht einen Neuanfang –
gemeinsam für Bad Homburg
Über meine Kandidatur
Meine Schwerpunkte, meine künftige Arbeit
Wichtige Projekte voranbringen und umsetzen
Fehlentwicklungen korrigieren
Meine bisherige politische Arbeit – berufliche Stationen
Über meine Kandidatur
Mit meiner unabhängigen Kandidatur verbinde ich das Ziel, in Bad Homburg die politische Kultur zu stärken – frei von Parteiideologien, Parteiprogrammen und Parteiabhängigkeiten. Die beste Politik kann man im Dialog mit den Menschen entwickeln: Aufeinander zugehen, zuhören, diskutieren, Ideen erörtern, Wünsche und Gemeinsamkeiten erkennen. Hierzu muss man dialog- und kommunikationsfähig sein. In der Formulierung des richtigen Weges, den möglichst viele Menschen mitgehen können, liegt dann die Grundlage für Entscheidungen. Dabei darf man sich vor Entscheidungen nicht drücken. Wenn sie gut vorbereitet (s.o.), kommuniziert und begründet sind, finden solche Entscheidungen auch ihre Akzeptanz.
Ein solches Vorgehen wird von vielen Bad Homburgerinnen und Bad Homburgern in unserer Stadtpolitik zurzeit vermisst. Ich verspreche, dass ich mich in diesem Sinne als Oberbürgermeister unserer Stadt gemeinsam und unabhängig für ein besseres Miteinander einsetze.
Dass ich dies kann, habe ich in meiner Zeit als hauptamtlicher Stadtrat in Bad Homburg gezeigt. Nicht Parteiideologe, sondern Vermittler städtischer Politik gegenüber allen: den Vereinen, den Feuerwehren, Bauherrschaften, Denkmal- und Naturschützern, dem Einzelhandel und den Gewerbebetrieben, Jungen, Alten und vielen Menschen, die ordentlich ihre Steuern zahlen und zu recht glauben, dass die Stadt hierfür auch etwas tun müsse.
Mit meiner unabhängigen Kandidatur bin ich die von vielen gewünschte wählbare Alternative zur Amtsinhaberin. Hiermit will ich signalisieren, dass ich für das Programm Korwisi stehe und dafür gewählt werden möchte. Ich kandidiere als Michael Korwisi und nicht als Repräsentant einer Partei. Ich habe in meiner Zeit als hauptamtlicher Stadtrat gezeigt, dass ich kein Parteiideologe bin, sondern praktische, bürgernahe Politik mache. Ich habe bewiesen, dass ich zielgerichtet arbeite, kommunikativ bin und einhalte, was ich versprochen habe. Ich will mit dieser Zielsetzung und Kandidatur auch bei meiner Kandidatur um das Oberbürgermeisteramt Menschen ansprechen, die sich eine unabhängige und ideologiefreie Arbeit an der Spitze des Rathauses wünschen. Ich will mit meiner unabhängigen Kandidatur daher für alle Wählerschichten eine wählbare Alternative sein. Vor allem will ich im Rahmen des Wahlkampfes deutlich machen, dass es im Rathaus mit mir als Oberbürgermeister eine deutliche Änderung im Führungs- und Politikstil geben wird. Diese Unabhängigkeit werde ich auch nach meiner Wahl wahren
Meine Schwerpunkte, meine künftige Arbeit
Ich will mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Finanzen, Soziales, Stadtentwicklung, Bauen, Sport, Umwelt- und Naturschutz, Bürgernähe in den Wahlkampf gehen.
Natürlich müssen auch Fehler aus der Vergangenheit aufgearbeitet werden.
Ein Oberbürgermeister muss führen, muss Visionen entwickeln, er muss kommunikativ sein, seine Arbeit muss transparent und er muss bürgernah sein. Führung heißt: Verantwortung für Entscheidungen delegieren, Eigeninitiative der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern, ein vertrauensvolles Arbeitsverhältnis entwickeln, und die Weiterbildung ausbauen. Das will ich tun.
Visionen entwickeln muss der Oberbürgermeister Bad Homburgs z.B. in den Bereichen Verkehr, ökologisches Bauen, Stadtentwicklung, Leben in einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft, Zukunft Bad Homburgs als Gesundheitsstandort, Weiterentwicklung des Kur- und Kongresswesens, Beibehaltung bzw. Ausbau der Attraktivität Bad Homburgs für Gewerbe und Handwerk, künftige Sportangebote, bezahlbare Wohnungen, bessere Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in politische Entscheidungen. Das will ich tun.
Will man einen kooperativen Führungsstil und seine entwickelten Visionen umsetzen, muss man kommunikativ sein. Man muss seine Ideen und Vorstellungen kommunizieren, diskutieren und die Entscheidungsprozesse transparent machen. Das gilt zuerst natürlich gegenüber den von den Bad Homburgern gewählten Politikerinnen und Politkern im Stadtparlament, aber selbstverständlich auch gegenüber den Menschen in der Stadt – ganz besonders denjenigen gegenüber, die von Entscheidungen betroffen sind. Kommunikationsfähigkeit bedeutet auch – und das ist genauso wichtig – zuhören können, andere Meinungen akzeptieren und wann immer möglich, einen Weg finden, den zum Schluss alle mitgehen können. Das ist die hohe Kunst der Politik. Und ich bin so selbstbewusst zu sagen, diese Kunst beherrsche ich.
Wichtige Projekte voranbringen und umsetzen
Wirtschaftskraft erhalten
Der Erhalt der Wirtschaftskraft unserer Stadt wird eines meiner wichtigsten Betätigungsfelder nach gewonnener Wahl sein. Bad Homburgs wirtschaftliche Entwicklung voran bringen, Beibehaltung des Gewerbesteuersatzes, aktive Vergabe von städtischen Aufträgen an das heimische mittelständische Gewerbe und das Handwerk. Mit der Aktionsgemeinschaft des Bad Homburger Einzelhandels will ich Maßnahmen ergreifen, damit Bad Homburg nicht hinter die Konkurrenz im Rhein-Main-Gebiet zurückfällt. Gleichzeitig muss sparsam mit dem städtischen Vermögen gehaushaltet werden. Vor dem Hintergrund hoher freiwilliger Ausgaben der Stadt und wahrscheinliche, durch die der zeitige wirtschaftliche Gesamtentwicklung bedingte rückläufige Steuereinahmen müssen neue große Investitionen immer zunächst auf den Prüfstand der Finanzierbarkeit. Hierbei ist ein antizyklisches Verhalten bei Investitionen etwa im Baubereich (Straßen und Gehwegsanierungen, Abwasserkanalsanierungen) allerdings sinnvoll, um Arbeitsplätze zu erhalten, während neue freiwillige Leistungen kritischer betrachtet werden müssen und nur erbracht werden können, wenn zusätzliche Einnahmen gegenüberstehen. Somit heißt meine Devise „Augenmaß bei den Finanzen“.
In den Stadtteilen muss die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs gesichert werden - hier besonders Kirdorf und Ober-Eschbach -, und im Zentrum brauchen wir attraktive neue Geschäfte. Hier soll die städtische Wirtschaftsförderung mehr vermitteln und helfen. Die untere Fußgängerzone vom Rathaus bis zum Kurhaus muss aufgewertet werden durch eine Neugestaltung ohne das Hermann’sche Primborium. (chinesischer Granit)
Bad Homburg soll als Gesundheitsstandort weiter entwickelt werden. Wir brauchen noch weitere erfolgreiche Projekte wie Kur Royal im Kaiser-Wilhelms Bad und den Ausbau der Angebote für private Kurgäste und für Kassenpatienten.
Wir müssen den Casinobetrieb erhalten und stärken, denn er finanziert den städtischen Wohnungsbau. Hier will ich mich dafür einsetzen, dass die ungleichen Bedingungen für staatliche Casinos und private Spielotheken aufgehoben werden.
Unsere Nähe zu Flughafen und zur Messe Frankfurt müssen wir stärker betonen. Der Bau der Regionaltangente West und, bis zu deren Fertigstellung, ein Einsatz von Bussen zwischen Bad Homburg und dem Flughafen sind ein wichtiger Faktor für Kongresse und generell für das Beherbergungsgewerbe in unserer Stadt.
Ich trete für den Ausbau des regionalen sowie des innerstädtischen Öffentlichen Nahverkehrs ein ebenso wie für die Schaffung weiteren Parkraums in der Innenstadt und den Bau eines neuen Parkhauses unter dem Bahnhofvorplatz.
Als Stadtrat war ich bereits mit dem Wohnungswesen befasst. Hier habe ich für bezahlbare Mieten in den städtischen Wohnungen gesorgt. Jetzt müssen wir aber wieder, wie in den frühen neunziger Jahren, im Wohnungsbau etwas tun. Junge Menschen, junge Familien und auch Menschen mit geringem Einkommen müssen es sich leisten können, in Bad Homburg zu leben. Daher werde ich die Bebauung innerstädtischer Brachflächen wie dem Stadtwerke-, dem Vickers- und dem RWI-Gelände am Untertor sowie kleinerer Einheiten im Bestand voranbringen. Wir brauchen Wohnungen für alle Generationen sowie Behinderten gerechte Wohnungen.
Sehr schlecht stellt sich die Situation junger Familien bzw. Alleinerziehender mit Kindern unter 12 Jahren dar: Fehlende Krippenplätze, fehlende Hortplätze, zu wenige qualifizierte Erzieher und Erzieherinnen und Wirrwarr bei der Anmeldung und Bestätigung von Kindergartenplätzen sowie zu wenig Mittagsessensplätze in den Einrichtungen. Hier sehe ich großen Handlungsbedarf.
Einzelne Projekte
Erwerb des Geländes der Neurologischen Klinik (Gustavsgarten) an der Tannenwaldallee und Entwicklung eines Pflege- und Nutzungskonzepts.
Bebauung des Hühnersteins in Ober-Erlenbach und des Bornbergs in Gonzenheim.
Vorlage eines Nutzungskonzepts für das Gelände des heutigen Kreiskrankenhauses. Jetzt und nicht erst, wenn das neue gebaut und das alte „plötzlich“ leer steht!
Bau einer Sporthalle (Vierfeldhalle/Mehrzweckhalle) in Ober-Eschbach als Ersatz für die marode Albin-Göring-Halle entsprechend dem Sportstättenleitplan. Außerdem benötigen die Vereine in Ober-Eschbach Räumlichkeiten für ihre Vereinsaktivitäten.
Das Heimatmuseum in Gonzenheim zu vertretbaren Kosten endlich einrichten.
Das Gelände der Firma Mahle an der Industrie-/Horexstraße sollte sobald wie möglich bebaut werden bevor sich wieder einmal ein „Biotop“ bildet.
Im Bahnhofsumfeld und am Bahnhof selbst ist viel zu tun: Das Postgebäude muss durch ein neues ersetzt, der Bahnhof (seit eineinhalb Jahren im Besitz der Stadt) muss dringend saniert werden. Stichworte Kulturbahnhof und Fahrradparkhaus. Der Bahnhofsvorplatz versprüht den Charme der sechziger Jahre und wartet seit langem auf eine attraktive Umgestaltung.
Für die Erweiterung des KFG muss endlich ein B-Plan für das Gelände des Bundesausgleichsamts an der Steinkaut entwickelt werden.
Junge Familien in Bad Homburg brauchen günstigen und bezahlbaren Wohnraum und ausreichend Betreuungseinrichtungen für Kinder. Wohnungen sollen am Gonzenheimer Bornberg und auf dem Vickersgelände an der Frölingstraße entstehen. Nach wie vor gibt es zu wenig Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Wollen wir dem Trend der „Alterung“ unserer Stadtgesellschaft etwas entgegensetzen, müssen wir unter anderem mehr Betreuungsplätze in Krippen schaffen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern.
Für Bad Homburger Jugendliche ab 15 und für junge Erwachsene muss es mehr Angebote geben. Frankfurt, Bad Vilbel und Oberursel machen es vor. Kino, Disco, überhaupt Räumlichkeiten für junge Menschen fehlen komplett in Bad Homburg. Die Umgestaltung des Bahnhofs und des gesamten Areals vor und hinter dem Bahnhof bietet die einmalige Möglichkeit hier endlich etwas für junge Menschen zu realisieren.
In Bad Homburg gibt es auch Armut und viele Menschen mit sehr geringem Einkommen. Um Ihnen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, will ich einen Bad-Homburg-Pass einführen, mit dem die Stadt allen Bedürftigen Vergünstigungen gewährt. Das reicht von ermäßigten Eintrittspreisen ins Schwimmbad und bei Kulturveranstaltungen über verbilligte Busfahrkarten bis zur kostenlosen Teilnahme an Kursen der Volkshochschule zur Weiterbildung usw.
Ausbau der Sportförderung, vor allem um die Betreuung junger Menschen in den Sportvereinen weiter zu verbessern.
Die Sportlerinnen und Sportler, vornehmlich die Fußballer der DJK und der SGK in Kirdorf, brauchen dringend Ersatz für das marode Vereins- und Funktionsgebäude am Wiesenborn. Dabei sollte man die große Turnabteilung der SGK nicht vergessen, die schon lange auf eigene Räumlichkeiten wartet. Der Fußballverein Homburger (früher: Eschbacher) Bomber braucht ebenfalls ein Vereinsheim und einen Sportplatz, der auch im Herbst und Winter bespielbar ist.
Straßen- und Gehwegsanierungen: Usinger Weg, Dorotheenstraße, Wiesbadener Straße, Güldensöllerweg, Mariannenweg und viele andere mehr.
Ortskernsanierung Gonzenheim + Dornholzhausen + Ober-Erlenbach.
Erhalt der Freiflächen im südlichen Ober-Eschbach (südlich Römischer Hof - ehemals geplanter Krankenhausstandort).
Mit über 5.500 Quadratmetern ist die Fläche der alten Feuerwache an der Schwalbacher Straße groß genug, um den dringend notwendigen Neubau der Pestalozzischule für max. 300 Schüler als Ganztagsschule aufzunehmen. Dies ist nach wie vor der Standort, der am schnellsten realisiert werden kann, da das gesamte Areal ist im Besitz der öffentlichen Hand ist. Das ehemalige Vickersgelände (21.000 qm groß) in der Frölingstraße bietet sich ebenfalls als Standort für die Schule an. Die Größe dieses Geländes ermöglicht zudem auch noch den Bau von Wohnungen.
Für den Platzenberg muss jetzt endlich ein Landschaftsplan entwickelt werden, der dieses Gebiet frei hält von Bebauung. Der Landschaftsplan muss die Bedeutung des Platzenbergs als Frischluftschneise, Naherholungsgebiet, landwirtschaftliche Nutzfläche und Naturrefugium unterstreichen, schützen und weiterentwickeln. Ich setze mich für die Streichung des Gebiets als „Sonderbaufläche“ bzw. als „Siedlungsbereich“ im Regionalen Flächennutzungsplan ein.
Seit Jahren liegt das Gelände der Stadtwerke (des ehemaligen Gaswerks) brach. Hier muss eine mit den Anwohnern abgestimmte Wohnbebauung mit Nahversorger (u.a. Lebensmittel) erfolgen.
Der Bau des „4. Ohrs“ an der Kreuzung Pappelallee/Südumgehung muss endlich beginnen, um den Berufsverkehr zu entzerren.
Für das Gelände der Bundeswertpapierverwaltung (Bundesschuldenverwaltung) in der Bahnhofstraße müssen konkrete Nutzungen entwickelt werden, da schon jetzt absehbar ist, dass der Bund das Gebäude in ein, zwei Jahren verlässt. Wir brauchen nicht noch einen Leerstand.
Im Süden der Stadt ist der Bau der Umgehungsstraßen weitgehend abgeschlossen, jetzt müssen versprochene und mögliche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen für Ober-Erlenbach, Ober-Eschbach und Gonzenheim auch umgesetzt werden.
Die Streuobstwiesen in unserer Stadt im Kirdorfer Feld, auf dem Platzenberg, in Ober-Erlenbach, der Heuchelheimer Hohl, am Gonzenheimer Pilgerrain und zum Teil in Ober-Eschbach müssen erhalten und gepflegt werden. Hier ist die Hilfe der Stadt notwendig.
Der Oberhof in Ober-Erlenbach ist ein Anwesen, das für die lange Tradition der Landwirtschaft in Ober-Erlenbach steht. Der Oberhof soll von der Stadt käuflich erworben werden. Zusammen mit den Erlenbachern soll ein Konzept entwickelt werden, das den Oberhof für diesen Ortsteil erhält vor allem aber auch den Standort der Erlenbacher Ortsteilkelter sichert.
Fehlentwicklungen korrigieren
Gemeinsam mit den Menschen in unserer Stadt will ich mich für die Korrektur von aus meiner Sicht falschen oder für die Stadt schädlichen Entwicklungen und Entscheidungen einsetzen. Zum Beispiel beim
Louisencenter. In Abstimmung mit allen Akteuren sind politische statt juristische Entscheidungen gefragt.
Das starre Festhalten am Zentrenkonzept zum Beispiel beim geplanten Meiss-Küchenstudio in Ober-Eschbach oder dem Supermarkt auf dem Stadtwerkegelände hat diese zwei für die Stadt wichtigen Projekte bisher verhindert.
Mit mir wird es keine, – weil viel zu teure – Sanierung der Albin-Göring-Sporthalle mit einem viel zu kleinen Anbau geben. Die Ober-Eschbacher Vereine und die Schule brauchen einen adäquaten Neubau (Vierfeldhalle/Mehrzweckhalle).
Wenn schon Tunnel, dann richtig. Der zu kurze Tunnel an der PPR-Kreuzung löst zwar die Probleme des Durchgangsverkehr, aber nicht die Probleme des Lärmschutzes für Tausdende von Anliegern entlang der Saalburgchaussee in Dornholzhausen und im Gartenfeld.
Statt Industriebrache und geplantem Gewerbestandort will ich auf dem ehemaligen Vickersgelände an der Frölingstraße Wohnungen bauen (innenstadtnah, Nähe zum Bahnhof bereits, versiegelte Fläche). Das Gelände ist groß genug (21.000 qm) um auch den Neubau der Pestalozzischule aufnehmen zu können.
Die Pestalozzischule im Jahre 2014 am Standort Kerschensteinerschule an der Urseler Straße zu bauen ist falsch. Das Gelände ist das von allen untersuchten Standorten das ungeeignetste. Zuviel Verkehrlärm, keine Freiflächen und der Humboldtschule wird jede Erweiterungsmöglichkeit genommen. Zudem gehen mit der späten Fertigstellung im Jahre 2014 oder 2015 weitere fünf oder sechs Jahre für die Schulgemeinde verloren. Alte Feuerwache oder Vickersgelände sind viel schneller zu realisieren.
Meine bisherige politische Arbeit –
berufliche Stationen
Was kann ich in die Waagschale legen? 15 Jahre Verwaltungserfahrung bei der Stadt Bad Homburg und bei der hessischen Landesregierung an verantwortlicher Stelle im Hessischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Davon drei Jahre zu Beginn der 90er Jahre mit Joschka Fischer und von 1999 bis 2001 mit dem CDU-Minister Wilhelm Dietzel.
Ich verfüge somit über eine fundierte Ausbildung. Durch meine zehnjährige Tätigkeit bei der Hessischen Landesregierung und die fünf Jahre als hauptamtlicher Stadtrat der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe habe ich sehr gute Verwaltungskenntnisse. Als zuständiger Dezernent für mehrere technische Bereiche der Stadtverwaltung und für die städtischen Eigenbetriebe waren für mich umfassende technische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse die unabdingbare Grundlage für die Ausübung meiner Führungsposition. Während meiner Zeit als Stadtrat war ich Dienstvorgesetzter und damit verantwortlich für die Führung von mehr als 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Als hauptamtlicher Stadtrat war ich von 2001–2006 u. a. zuständig für den Fachbereich Bau und Betrieb u.a. mit Tiefbau, Stadtentwässerung mit Kläranlage, Hochbau sowie für den Fachbereich Bauaufsicht. Mir oblagen die Entwicklung, Planung, Durchführung und Genehmigung vieler Baumaßnahmen. In meiner Zuständigkeit für die Feuerwehren und den städtischen Betriebshof habe ich die Beschaffung von Nutzfahrzeugen und technischen Einrichtungen für die Stadtreinigung und das Feuerlöschwesen geleitet. Ich war verantwortlich für den ersten Brandschutzbedarfsplan der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe, ein Hochwasserschutzkonzept entlang der städtischen Bachläufe, sowie ein Waldwirtschaftskonzept für den Stadtforst und den Aufbau eines Energiemanagements bei der Stadtverwaltung. Bei all diesen Maßnahmen, habe ich den Bauzeitenplan eingehalten und den genehmigten Kostenrahmen nicht überschritten.
Unter meiner Verantwortung wurden die beiden städtischen Eigenbetriebe wirtschaftlich erfolgreich geführt. Die Aufstellung und Einbringung der jährlichen Wirtschaftspläne in die Betriebskommissionen, den Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung gehörten hier zu meinen bedeutendsten Verantwortlichkeiten.
Neben den oben genannten technischen und betriebswirtschaftlichen Bereichen war ich für weitere Verwaltungseinheiten bei der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe zuständig: Immobilienmanagement, Wahlamt, Naturschutz, Denkmalpflege, Friedhofsverwaltung, Revision, Wohnungswesen, Grünflächen, Sport, Gutachterausschuss, Ortsgericht, Standesamt, Einwohnermeldewesen, Stadtforst sowie zeitweise für Ausländerwesen, Stadtplanung, Wirtschaftsförderung und Liegenschaften. Ich kenne die städtische Verwaltung aus dem Effeff, ich kenne ihre Stärken und Schwächen und brauche nicht einen einzigen Tag, um mich einzuarbeiten.
Vieles von dem, was ich in meiner Zeit als hauptamtlicher Bad Homburger Stadtrat angestoßen und umgesetzt habe, wirkt bis heute nach:
Die Rückführung der Verantwortlichkeit für den Bad Homburger Stadtwald vom Land zur Stadt – seither bewirtschaften wir unseren Wald wieder ökologisch UND schreiben schwarze Zahlen.
Der Neubau der Feuerwache an der Dietigheimer Straße war das größte Bauvorhaben der Stadt seit 25 Jahren. Jetzt hat der Brand- und Katastrophenschutz in Bad Homburg endlich wieder eine adäquate Heimat für die nächsten 50 Jahre.
Mit der Sanierung der alten Schule am Schulberg und der Umwandlung zum Standesamt ist eines der wichtigsten Baudenkmäler der Stadt nach allen Regeln der Kunst saniert und einer sinnvollen Nutzung zugeführt worden.
Der Eingangsbereich des Waldfriedhofes wirkte seit Jahren heruntergekommen. Zwischen 2004 und 2005 ist eine beispielhafte Erneuerung der Trauerhalle und der Funktionsgebäude gelungen.
Die Sanierung der drei Altstadttürme (Hexen-, Rathaus- und Stumpfer Turm) war von vielen technischen und finanziellen Schwierigkeiten geprägt, konnte aber ebenfalls erfolgreich in meiner Amtszeit abgeschlossen werden.
Überhaupt haben mir unsere Türme am Herzen gelegen: Der Turm der ehemaligen Homburger Brauerei an der Castillo-/Höhestraße wurde in meiner Amtszeit in enger Kooperation zwischen der Stadt und einem privaten Investor restauriert und somit vor dem Verfall gerettet. Heute erstrahlt das letzte Industriedenkmal Bad Homburgs aus dem ausgehenden 19.Jahrhundert in neuem Glanz. Die Sanierung des Herzbergturms wurde von mir initiiert und von meinem Nachfolger abgeschlossen.
Die Ortskernsanierung in Kirdorf wurde 2004 planmäßig abgeschlossen, diejenige in Ober-Erlenbach (Am alten Rathaus) begonnen (und leider später nicht fortgesetzt).
In meiner Amtszeit als zuständiger Dezernent für den Straßen- und Tiefbau fallen der Bau der Ortsumgehung Ober-Erlenbach und die Fertigstellung Südostumgehung Ober-Eschbach-Gonzenheim ebenso wie die Umgestaltung der Oberen Fußgängerzone und des Bereiches zwischen Bahnhof und Louisenstraße.
Nicht mehr tragbar bei meinem Amtsantritt als Wohnungsdezernent waren die Zustände im Übergangswohnheim für von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen im Usinger Weg. Der Bau aus den 60ger Jahren wurde abgerissen und durch einen zeitgemäßen Neubau ersetzt.
Als Sportdezernent stand ich vor der Aufgabe u.a. den Fußballvereinen neue Perspektiven vor allem in der Jugendarbeit aufzuzeigen. Dies galt insbesondere hinsichtlich der Anforderung einer ganzjährigen Bespielbarkeit der Sportplätze. So entstanden auf fünf von sechs Sportanlagen neue Kunstrasenplätze nach den neuesten technischen Entwicklungen (geringer Wasserverbrauch, gute Laufeigenschaften, hervorragende Bespielbarkeit).
Als Dezernent für Bevölkerungsschutz wurde unter meiner Verantwortung erstmals für die gesamte Stadt mit ihren Stadtteilen ein Hochwasserschutzkonzept entwickelt. Ebenso verantwortlich war ich für die Aufstellung und Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans für Bad Homburg, des 1. im HTK. Noch heute profitieren die Wehren bei der Fahrzeug- und Materialbeschaffung von diesem auf 10 Jahre ausgelegten Plan.
Eine der größten Herausforderungen meiner Amtszeit war der baulich höchst komplizierte Neubau der Stadtbibliothek mit der anschließenden Sanierung des Altbaus (dem ehemaligen Amtsgericht) in der Dorotheenstraße.
Ich habe Energiesparkonzepte für die Stadtverwaltung wie für die Gesamtstadt verantwortlich entwickelt und bei Umbauten oder Sanierungen realisiert. Seit 2005 arbeitet bei der Stadt ein Energiemanager.